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Einiges
über Batten und Findlos
Batten-Findlos ist Ortsteil der
Marktgemeinde Hilders im hessischen Kreis Fulda. Batten liegt südlich von
Hilders, nahe der Einmündung der Brand in die Ulster. Findlos liegt
westlich und jenseits der Ulster. Gemeinsam bildeten die beiden Orte bis
zur Gebietsreform in 1972 eine politische Gemeinde und werden von ca. 350
Menschen bewohnt.
Ein aktives Vereinsleben wird von
Rhönklub, Freiwilliger Feuerwehr, Männergesangverein, Krieger- und
Reservistenkameradschaft, Kolpingfamilie und zusammen mit Simmershausen
einem Musikverein gestaltet. In jüngster Zeit wurde durch die Marktgemeinde
Hilders ein Gewerbegebiet am nördlichen Dorfrand ausgewiesen. Batten dürfte
der kleinste Ort in Deutschland mit einem ALDI- Markt sein.
Informationen zu Unterkünften Gastronomie
und Wissenswertes über die Gemeinde findet man auch unter www.hilders.de
In der Geschichte von Batten-Findlos spiegelt sich die
Geschichte der Rhön als Grenzland durch die Jahrhunderte wieder.
Durch die Orte ging ein vorgeschichtlicher Weg, der bei der Milseburg vom
Ortesweg abzweigte und über Frankenheim nach Thüringen führte. In einer
Schenkung der Gräfin Albrerada, Gründerin des Kloster Banz, an das Kloster
Fulda wird Batten urkundlich erwähnt, diese Urkunde wird auf ca. 1058
geschätzt.
In der „Wildbann-Grenzbeschreibung“ König Heinrich
IV von 1059 wird Batten als Hof des Batto niedergeschrieben. Begütert waren
neben dem Kloster Fulda die Herren von Haselstein, Eberstein, Voburg und
Schellhorn.
Die " traditio Gerlaci de Haselstein vom 1. Nov.1239
erwähnt auch die Nachbarorte Deiten (Thaiden), Syfrides (Seiferts) und
Vindelines (Findlos).
Im Jahre 1342 wurde Batten würzburgisch. Mit den Dörfern
Findlos, Seiferts und Thaiden bildete Batten viele Jahrhunderte hindurch
eine Schicksalsgemeinschaft, die durch Rivalitäten zwischen den Würzburger
und Fuldaer Territorialherren geprägt waren. So mussten diese Dörfer
Erbhuldigung dem Abt von Fulda leisten, währen die Zenthoheit durch den
Bischof von Würzburg ausgeübt wurde. Um 1480 war Batten eine Wüstung, um
1510 erfolgte eine Neubesiedelung. Kirchlich gehörte Batten zur
würzburgischen Pfarrei Hilders.
Eine Kapelle bestand im Jahre 1579. Weitere Nachricht über
eine Kirche in Batten enthält die Hilderser Relation vom 12. Jan. 1602
:"Batten hatt ein Kirch." Ein Bericht von 1618 ergänzt: "Batten
ist ein fuldisch Dörflein, von 21 Mann besitzt; hat ein klein CapelIen von
Holtzwerk gemacht und ein Glöcklein darinnen." Diese Kapelle diente
vor allem zu Volksandachten und Christenlehre; die hl. Messe durfte dort
nicht gelesen werden. So noch um 1700. Als dann 1722 Batten auch unter die
kirchliche Jurisdiktion Fuldas gekommen war, plante Adolf von Dalberg dort
eine Pfarrkirche zu Ehren des hl. Adolf zu bauen. Dieses Vorhaben konnte
aber erst unter seinem Nachfolger, Amand von Buseck durchgeführt werden.
Im Jahre 1683 wurde dem Hochstift Fulda die Zenthoheit über
die vier Dörfer Batten, Findlos, Seiferts und Thaiden zugesprochen und 1686
dem Zentamt Bieberstein zugewiesen. Mit dem Hammelburger Vertrag 1722
wurden die vier Dörfer fuldischer Jurisdiktion unterstellt. 1727 erfolgte
die Gründung der Pfarrei Batten (ursprünglich Dekanat Margretenhaun, dann
Bischofsheim, seit 1871 Hilders). Fürstabt Amand von Buseck, ließ von
1737-1741 durch seinen Hofbaumeister Andreas Gallasini die Kirche erbauen.
Die Pfarrkirche wurde 1740 konsekriert. 1861 erfolgte der Bau der Kapelle
„Mater Dolorosa“ auf dem Battener Friedhof, das Kreuz stammt
aus dem Jahre 1798.
Infolge der Säkularisation ging das ehemalige Fürstbistum
Fulda an die weltliche Herrschaft des Fürsten von Oranien-Nassau über
(Reichsdeputationshauptschluß 1803). Bis zum Wiener Kongreß erfuhren die
fuldischen Orte des Ulstertales eine Zeit wechselnder Landesherrschaften.
Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde Fulda aufgeteilt. Als die
nördlichen fuldischen Ämter am 27. Juli 1815 an Preußen übergeben wurden,
das sie wenige Monate später an Kurhessen und Sachsen-Weimar weitergab,
waren die Dörfer des Ulstergrundes nicht dabei. Ausgenommen waren nämlich
jene Gebiete, die später an Bayern kamen. Namentlich genannt wurden die
Ämter Hammelburg, Brückenau und Salmünster und der Teil des Amtes
Bieberstein, „der die Dörfer Batten, Brand, Dietges, Findlos,
Liebhards, Melperts, Oberbernhards, Seiferts und Thaiden enthält“.
1816 erfolgte die Übergabe an Bayern. Bis 1866 gehörte Batten zum
Bezirksamt Hilders. Nach dem preußisch-österreichischen Krieg kamen die
Ämter Hilders, Weyhers und Gersfeld am 14. Januar 1867 an Preußen. Diese
Gebiete wurden zum Kreis Gersfeld zusammengeschlossen, der bis 1932
bestand. Infolge einer Gebietsreform wurde der Landkreis Gersfeld Ende 1932
mit dem Kreis Fulda vereinigt. Nach der Auflösung Preußens 1945 wurde der
Kreis Fulda dem Bundesland Hessen zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform
wurde Batten mit Findlos in die Marktgemeinde Hilders eingemeindet und
bildet seitdem einen gemeinsamen Ortsteil.
Pfarrei und Kirche:
Batten wird geprägt durch die kath.
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Diese ist ein barocker Putzbau aus den
Jahren 1737-41 nach den Plänen des Fuldaer Hofarchitekten Andreas
Gallasini. Mit einer reichen Innenausstattung.
Mehr zur Geschichte der Kirche unter
diesem Link: Kirche
St. Johannes d.T. in Batten
Mehr zur Geschichte der Pfarrei unter
diesem Link : Geschichte
der Pfarrei Batten
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